TCS-Senioren reisen ins Trainingslager nach Burgstall (bei Meran) Südtirol

Da nach über 25 Jahren unser Domicil in Oberbayern bei Martha „Tenniszentrum Traunstein“ nicht mehr zur Verfügung stand, waren wir gezwungen, nach neuen Möglichkeiten zu suchen.

Unser jüngerer Senior Reinhard machte sich in 2016 auf den Weg und inspizierte vor Ort in Südtirol alle Möglichkeiten. Und wie wir feststellen konnten, hat er gut vorgearbeitet.

Die Anfahrt der 17 Teilnehmer fand in mehreren Etappen statt.

Die erste Truppe mit dem Reiseleiter Reinhard fuhr schon am 29. März, der 2. Bus am 31. März, wie auch Charly mit Dieter und Scholli. Dann am Sonntag, dem 2. April kam die Nachhut. Toni und Peter, die gesundheitlich angeschlagen sind, sowie Heidi, den wir aus dem Wundbett holten. Heidi hatte in hunderten von Tel. Gesprächen das Hotel organisiert, gebucht und immer wieder umgepolt. Selbst war er dann zunächst nicht dabei, aber wir konnten ihn überzeugen, dass auch noch ein guter Mann zum Schafkopf gebraucht wird.

Für die Anreise wurden verschiedene Routen gewählt, Natur, Landschaft etc. Für die erste Gruppe war der Besuch in der „Glashütte“ Richtung Achensee die Entscheidung für diese Route. Nachdem man dort neben bodenständigen Brotzeiten auch Tafelspitz mit Kren bekommen konnte, hatte unser Günther seine Wahl schnell getroffen. Gerüchten zufolge hat ihn die Schärfe des Krens fast ohnmächtig werden lassen, nur ein schneller rettender Griff zum Bierglas konnte die Weiterfahrt ermöglichen.

In Burgstall im Garnihotel „Günther“ angekommen, hat uns der persönliche und herzliche Empfang von Chefin Christine sehr positiv gestimmt. Tolle, großzügige Zimmer, sehr geschmackvoll, und mit allem was „mann“ braucht ausgestattet.

Die besondere Überraschung war für Toni ein eiskaltes „Augustiner Edelstoff“ , unser Günther hatte mehrere Kästen gespendet und nach Burgstall transferiert. Dann ging es für die zuletzt eingetroffenen sofort in das Tenniszentrum Meran, um die Fortschritte unserer Seniorenasse zu überprüfen. Das eifrige Treiben konnte nicht darüber hinwegtäuschen, daß bei dem einen oder anderen kleine abendliche Sünden gebüßt werden mußten. Besonders interessant waren die Aufschlagstudien. Vom kleinen Knicks bis nach hinten und vorne durchgebogenen Körpern war alles vorhanden. Auch die Größenzusammenstellung oder die Gewichtsklassen hat man bei den Doppeln mit viel Liebe berücksichtigt. Die Dehnung nach dem Training hat man in der Regel auf die Stühle verlagert, und mit einem oder mehr frischen Forst-Bier dem Körper Erholung zu gönnen.

Dann ging es zurück ins Hotel. Das Wetter war meistens ganz toll, dies nutzen manche für ein Bad im hoteleigenen beheizten Pool, andere gingen in die Sauna, wieder andere nahmen ein weitere Kaltschale zu sich, und die ganz kaputten hatten die Möglichkeit, sich von Sissy bei einer Massage verwöhnen zu lassen. Das waren die entscheidenden Einstimmungen für den Abend. Die ausgemergelten Körper verlangten nach Speis und Trank. Jetzt war wieder Reinhard und Nobbi gefragt. Ihre Erfahrungen wurden eingebracht und wir konnten tollste Locations und Restaurants kennenlernen. Auch Dank Charly, der uns unter anderem einen ganz tollen Abend beim Hanswirt in Rabland gesponsert hatte, und wir konnten auch dort feststellen, daß man sich risikolos Charlys Weingeschmack anschließen kann. Aber die Abende waren noch lang, es ging zur nächsten Schicht, es wurde Schafkopf und Skat in verschiedenen Leistungsklassen gespielt und auch unser Badenser konnte mit Anfängerglück punkten. Dabei wurden zum Teil gesponserte, aber auch aus der Kasse bezahlte Getränke im Wintergarten vertilgt.

Dann ging es weiter, eine „Wandergruppe“ kristallisierte sich heraus. Reinhard als Weintester und Hermann gaben die Route vor. Wir besuchten das Haus „Niedermayer“, indem Hermann und viele Aschaffenburger Tennisgrößen manchen Urlaub verbracht hatten. Hermann entdeckte die Seniorchefin, ca. 94 Jahre alt mit einer früheren Mitarbeiterin und Hermann ließ ein Bild machen mit folgendem Spruch: Das ist wichtig, es könnte das letzte gewesen sein. Aber der Chronist meint, die alten Herrschaften haben das so nicht mitbekommen. Dann standen noch diverse Besuche bei Weingütern an, auch ein Besuch am Kalterer See durfte nicht fehlen, und die Ergänzung der Grundnahrungsmittel war auch gelungen. Da reifte auch der Entschluß, einen Heimatabend abzuhalten. Hausmacher hatte Toni aus Obernau mitgebracht, und rückte die Einkaufstruppe an, Speck, Tatar, für Charly natürlich ohne „Zwiebele“, Käse, Kaminwurzen, Grünzeug, diverse Brote, Tomaten etc. mit den entsprechenden Weinen und Bieren wurde aufgebaut. Wie die Wölfe fiel die Truppe darüber her. Ich glaube, es war ein gelungener Abend. Satt und müde fielen alle in ihre Betten.

Denn am nächsten Tag gings weiter. Dieter und Scholli machten in der bewährten Art und Weise die Einteilungen, Die Kranken „Peter und Toni“ erholten sich in die Therme, manche auch zum Shoppen, um ihren Liebsten was mitzubringen. Seidenschals waren sehr angesagt, die Michael entdeckt hatte. Darüber waren Besuche in der Eisdiele oder in einem wunderschönen verkitschten Lokal „Erika“ direkt am Tennisplatz angesagt.

Eine kleine sexistische Situation muss noch erwähnt werden. Unser Seniorenfachwart ging doch glatt ohne Badehose in den Pool. Aber für uns wurde ja nichts neues gezeigt.

Die Tage gingen viel zu schnell vorbei. Die Rückfahrt wurde abgestimmt.

Beim letzten Abendessen war Gelegenheit, Charly für seine guten Taten Dank zu sagen, und auch alle, die sich besonders eingebracht haben, zu belobigen.

Auch für Christine hatte Heidi einen ganz tollen Strauss besorgt, der mit großer Freude in Empfang genommen wurde. Gabi, ihre Hilfe im Service usw. wurde mit einem Trinkgeld bedacht.

Heidi hat schon gedroht, mit uns im nächsten Jahr wieder rechnen zu müssen, die Chefin freut sich jetzt schon.

„Mit unserem Lied: Wir saufen den Met   ……….“ Haben wir abgeschlossen.

Sicher ist das eine oder andere Foto passend zu den Ausführungen, bis zum nächsten Mal Euer zur Zeit leider nicht aktiver Toni.

 

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